Folge 01 -  DIE GRUNDSUBSTANZEN DER TIER TCM - WORAUF MUSST DU ACHTEN?

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Shownotes


In dieser Folge möchte ich kurz die Grundlagen der TCM und die Zusammenhänge der einzelnen Grundsubstanzen beleuchten. Ich zeige euch, wieso das Wissen über die Grundlagen der TCM für die Arbeit in der Praxis so wichtig ist.

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Transkript der Folge

Hallo und herzlich Willkommen zur ersten Folge des Tier-TCM-Podcasts. In dieser Folge geht es um die Grundlagen der traditionell chinesischen Medizin. Das heißt wir sprechen über das Qi, das Blut, das Jing- die Lebensessenz, den Geist und die Säfte. Warum ist das WICHTIG? Wenn du die Grundlagen nicht beachtest kann es sein, dass du ewig behandelst und es tut sich nichts. Denn nur wenn wir in der Lage sind die Grundlagen richtig auszugleichen können wir Tiere langfristig gesund machen.  Hallo und herzlich willkommen zum Tier TCM Podcast für deine erfolgreiche Tierheil- und Tierphysiopraxis. Mein Name ist Natalie. Ich unterstütze Tiertherapeuten und zeige ihnen wie sie die Hürden der TCM mit viel Freude und Humor überwinden.  Mein Name ist Natalie. Ich unterstütze Tiertherapeuten und zeige ihnen wie sie die Hürden der TCM mit viel Freude und Humor überwinden und die TCM erfolgreich in ihren Behandlungen anwenden. Außerdem unterstützte ich Tierbesitzer damit ihre Tiere gesund werden und langfristig gesund bleiben. In meinem Podcast bekommst du persönliche Einblicke aus meiner Praxis, außerdem sofort anwendbares Wissen und Tricks für deine Arbeit als Tiertherapeut. Lehn dich zurück und lass dich inspirieren. Wir beschäftigen uns einmal mit dem Qi, denn das Qi ist die eigentlich Lebensenergie oder die Lebenskraft aus TCM Sicht ist es eine Kombination aus Materie und Energie, wobei Materie als ungekochte Reis dargestellt wird und die Energie als Bewegung dargestellt wird oder es wird auch teilweise als stoffliches und Nicht-stoffliches definiert. Das heißt es kann in Form von Wetter, in Form von Natur, in Form von Dampf, in Form von Gedanken, Emotionen, Körperfunktionen, Materie, alles physischen und psychischen Vorgänge auftaucht. Du siehst den Begriff Qi ist sehr umfassend und sehr weit und man muss einmal genauer hinschauen. Natürlich gibt es auch Quellen des Qis, woraus das Qi entspringt. Wir haben einmal das sogenannte Ursprungs-Qi, das Yuan-Qi. Es wird auch vorgeburtliches Qi genannt und überträgt sich von den Eltern auf die Kinder und ist also mitverantwortlich für die Konstitution. Das Ursprungs-Qi aktiviert und wärmt die Organe und fördert das Wachstum und die Entwicklung. Du siehst also hier spielt das Qi eine ganz wichtige Rolle. Das sogenannte Nahrungs-Qi oder auch Gu-Qi genannt entspringt aus der Milz und du kennst es vielleicht dass es für die Nahrungsaufbereitung ganz ganz wichtig ist. Die sogenannten T&Ts - Transport und Transformation also auch dieses Qi ist ganz wichtig und darf nicht vernachlässigt werden und das sogenannte Qing-Qi, das ist das Qi was aus der Atmung entsteht also sich in der Brust oder im Thorax befindet.  vielleicht kennst du es auch als Brust-Qi oder als Thorax-Qi. Dieses Qing-Qi unterstützt eben die Respiration, also die Atmung und die Funktion der Stimme und hilft der Lunge und dem Herzen bei der Verteilung von Qi und Blut. Warum ist das so wichtig, dass wir diese Quellen können? Wir brauchen das Qi in den Meridianen, das Qi, das zu den Organen fließt und für die Abwehr, das sogenannte Wei Qi, was ganz wichtig ist. Woraus entstehen den diese Qi-Arten? Einmal entsteht das Qi aus der Atemluft, aus den sogenannten Qing-Q, wir es gerade hatten und der Nahrung, dem sogenannten Nahrungs-Qi/Gu-Qi. Daraus entsteht ein Sammel-Qi, was auch Zong-Qi genannt wird. Vielleicht kennst du das und mit dem Yuan-Qi, mit dem Ursprung von Mutter und Vater als Katalysator entsteht dann das wahre Qi- das ZHEN-QI. Und dieses Wahre-Qi schlüsselt sich dann einmal in das Qi für die Meridiane und für die Abwehr auf. Und wenn du ein Tier hast was zum Beispiel immer wieder krank ist, wo die Abwehr schwach ist, da müssen wir also das Wei-Qi stärken und deswegen ist es ganz ganz wichtig, dass wir wissen woraus diese unterschiedlichen QI-Arten entstehen. Welche Funktion hat das Qi allgemein. Das Qi ist immer in Bewegung. Qi wandelt alles um, Qi erhält aber auch und wehrt ab. Diese vier Funktionen solltest du dir merken, dann kannst du schon mal viel mit erreichen. Welche Qi-Dysfunktion gibt es einmal? Es gibt einmal den Qi-Mangel, das zusammen gebrochene Qi, das stagnierende Qi und das rebellierenden Qi. Das wars vom Qi. Wir kommen nun zum Blut - zum Xue. Das Blut ist der Gegenspieler von Qi. Man sagt auch Blut ist die Mutter von Qi. Qi ist aber auch dafür wichtig, das Blut erschaffen wird und Blut bewegt wird. Du siehst also Qi und Blut bedingen einander und sind ohne einander nicht möglich,  sind sozusagen Gegenspieler, wie alles in der TCM. Wie Yin und Yang. Zu welchen ZangFu-Organen hat das Blut eine enge Beziehung? Einmal zum Herzen. Das Herz regiert das Blut. Zur Leber, die Leber kontrolliert das ruhende Blut und zur Milz. Die Milz leitet das Blut. Zu den ZangFu-Organen kommen wir noch in den weiteren Folgen, hier werden wir nochmal genauer auf die einzelnen Organe und ihre Funktion eingehen. Die Pathologien von Blut auch sie sind wichtig und die solltest du beachten. Hier gibt es einmal den Blutmangel, die Blut-Hitze, die Blut-Stase und die Blut-Kälte. Das heißt, wenn du einen das Qi-Mangel hast ist es zum Beispiel ganz häufig, dass du auch eine Blut-Stase oder einen Blut-Mangel hast. Auch das solltest du dementsprechend berücksichtigen. Also wie wir es schon gesagt haben, Blut und Qi hängen ganz eng miteinander zusammen und man muss sie immer gekoppelt sehen. Wir kommen zur zum Jing, zur Lebensessenz.  Das Jing ist ganz ganz wichtig. Das Jing ist sozusagen vereinfacht gesagt aus westlicher Sicht die Genetik. Das Jing – die Lebensessenz ist die Basis für die Reproduktion und die Entwicklung. Das Jing kann aus zwei Quellen entstehen. Einmal das vorgeburtliche Jing, das heißt die angeborene Essenz, also unsere Genetik vereinfacht gesagt und das nachgeburtliche Jing, die Nachhimmels-Essenz, also alles was so nach der Geburt entsteht, die Entwicklung,  das ganze Leben. Und dieses nachgeburtliche Jing wird unter anderem auch wieder aus dem Gu-Qi aus der Milz dementsprechend mitgebildet. Das Jing – die Lebensessenz wird aber auch in den Nieren gespeichert. Das ist sozusagen die Basisenergie. Das kannst du dir wie einen kleinen Pott mit Energie vorstellen, der im Lauf des Lebens leider immer weniger wird und die Batterien im Laufe des Lebens dementsprechend immer leerer werden, so verhält sich das auch mit dem Jing. Wenn Jing nicht ausreichend vorhanden ist kann es eben auch zu Störfaktoren, zu Disharmonien kommen. wir hätten zum Beispiel einmal die unzureichende Entwicklung, angeborene Defekte, sexuelle Dysfunktionen der Fortpflanzung und Fähigkeit, vorzeitiges Altern, ja und wenn du an Tierschutztiere denkst gerade diese Tiere sind ja nicht dementsprechend gut aufgewachsen und haben ganz wenig Jing oder das Jing ist einfach schnell verbraucht und die Tiere altern vorzeitig oder sind schneller mal krank. Die nächste Grundsubstanz, die du immer beachten solltest ist der Geist - das Shen. Geist ist Bewusstsein, das heißt alles was emotional ist, alles was psychisch ist, alles was mit denken zu tun hat befindet sich im Geist. Der Geist wird nach der Geburt immer weiter aufgebaut, je nachdem wie der Organismus gefördert und gefordert wird. Wenn du ein Tier hast was eine optimale Entwicklung hatte ist der Geist meistens sehr sehr gut aufgebaut. Hast du ein Tier wie gerade schon gesagt was er aus dem Tierschutz kommt und ja nicht den besten Start ins Leben hat, auch da kann es sein dass das Shen der Geist dementsprechend nicht richtig verankert ist, so heißt es in der TCM und frei im Körper herum schwirrt und dementsprechend vielleicht Verhaltensauffälligkeiten, Ängste entstehen, Traumata entstehen. Der Geist wird im Herzen gespeichert. Das heißt, der Geist hat auch einen starken Bezug zum Herzen und auch das solltest du in deiner Arbeit beachten. Schauen nicht nur auf die körperlichen Beschwerden deines Tierpatienten, sondern nehme auch immer die Konstitution, das Bewusstsein, die Emotionen mit rein. Das macht ganz ganz viel aus. Beachtet deshalb immer auch die Augen, wenn du ein Tier behandelst, wenn du ein Tier untersuchst. In den Augen kann man sehr sehr gut erkennen ob der Geist stabil ist oder ob es Disharmonien gibt. Als nächstes kommen wir zu den Säften. Die Säfte sind die letzte Grundsubstanz die wir noch besprechen. Die sogenannten JinYe, teilweise werden sie als sehr unrein beschrieben oder als zu vernachlässigende Substanz. Ich finde sie trotzdem sehr sehr wichtig, wenn wir zum Beispiel trockner eine trockene Haut haben oder trockene Augen dann haben wir eine Säfte-Disharmonie und eine Trockenheit die wir behandeln müssen. Deswegen solltest du die Säfte nicht außer Acht lassen. Was sind Säfte aus Sicht der TCM, alle flüssigen Substanzen außer Blut und diese Säfte sind ganz ganz wichtig zum Benetzen und zum Näheren unter anderem zum Benetzen von Haut, Haaren, Schleimhäute, Fleisch, Muskeln, Körperöffnungen, innere Organe, Gelenke, Knochen, Knochenmark, Gehirn. Die Säfte werden über die Nahrung aufgenommen und deswegen solltest du die Ernährung in deiner Behandlung auch nicht vernachlässigt. Das wars zur ersten Folge vom Tier-TCM-Podcast. Ich freue mich, dass du mit dabei warst.

Hör am besten gleich in die zweite Folge rein, denn dort geht es um die fünf Elemente Lehre. Ich wünsch dir ganz viel Spaß dabei.

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