Wie Du Deinem Tier etwas GUTES tun kannst.

Nun ist es endlich soweit. Mein erster Blockartikel erscheint und ich habe mir lange überlegt über welches Thema ich Euch etwas erzählen möchte.

Es sollte etwas sein, womit jeder (egal ob Tierhalter oder Tiertherapeut) etwas anfangen kann. Ich schaue also nach draußen und was sehe ich? Es klirrt und schneit. Es ist ungemütlich, nass und dunkel! Die kalte Jahreszeit beginnt. Mein Thema war geboren.

Du kennst es vielleicht von Dir selbst zu dieser Jahreszeit, dass es gelegentlich zwickt und schmerzt. Auch unseren Tieren macht das nasse und kalte Wetter zu schaffen. Vielleicht hast Du selbst schon beobachtet, dass sich Dein Hund in dieser Jahreszeit nur langsam einläuft. Das Aufstehen schwer fällt. Das Dein Pferd vielleicht länger braucht bis es bei dir ist wenn du es rufst. Je älter unsere Tiere oder auch wir werden, desto stärker macht sich dies bemerkbar.

Doch was kannst Du als Tierbesitzer tun? Hier gibt es eine große Auswahl, die Du individuell nach Befinden Deines Tiere und Empfinden auswählen kann.

Die wohl bekannteste Methode, die Du anwenden kannst, ist die Massage bei Deinem Tier. Das Wort Massage lässt sich aus dem Griechischen mit dem Wort „kneten“ und aus dem arabischen mit den Wörtern „betasten“ oder „berühren“ übersetzen. Wir berühren unsere Tiere also auf eine sanfte Art und Weise. Du kennst das bestimmt von dir selbst. Auch wenn wir eine Massage bekommen genießen wir dies und es geht uns danach einfach besser. Auch bei Deinem Tier hat die Massage einen positiven Effekt auf Muskulatur, Bindegewebe, Lymphsystem, Haut und Psyche.

Was bewirkt die Massage?

Eine wohltuende Massage hat viele Wirkungen:

  • Verstärkte Durchblutung der Haut und Muskulatur.

Durch spezielle Massagetechniken kommt es zur Drucksteigerung im Hautbereich, hierdurch werden spezielle Sensoren erregt, die durch den nervalen Weg eine lokale Gefäßerweiterung bewirken. Gleichzeitig werden Haut- und Muskelbereiche besser durchblutet.

  •    Verstärkter Abtransport von Stoffwechselprodukten (Metaboliten).

Durch den Druck der während der Massage ausgelöst wird erhöht sich auch der Druck im Gewebe. Hierdurch wird nicht nur die Filtration von Flüssigkeiten in den Gewebekapillaren erhöht, auch der Abtransport von Stoffwechselprodukten wie z.B. die Milchsäure wird angeregt.

  • Effekt auf die inneren Organe

Ebenfalls auf nervalen Weg können Impulse durch die Reizung das vegetative Nervensystem erreichen, welches die inneren Organe versorgt. Hierdurch ist es möglich, durch eine dosierte Massage Schmerzgeschehen der inneren Organe, wie z.B. Bauchschmerzen positiv zu beeinflussen.

  • Vertiefung und Verlangsamung der Atmung und Abnahme der Herzfrequenz

  • Positiver Einfluss auf die Psyche

Erhöhung des Selbstvertrauens und der Leistungsbereitschaft. Nach Nöcker soll die psychische Auswirkung den physischen Effekt sogar übertreffen.

Indikationen, die Dir bestimmt bekannt vorkommen sind:

  • Muskelverspannungen,  Muskelermüdung
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung des Allgemeinbefindens
  • orthopädische Erkrankungen  wie z. B. Arthrose, HD und viele mehr
  • Stressabbau,  Entspannung
  • Verbesserung der athletischen Leistung
  • Regenerationsphase nach dem Sport

Natürlich gibt es auch einige Kontraindikationen, die beachtet werden müssen. Ein kleiner Auszug an Kontraindikationen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Fieberhafte Allgemeinerkrankungen
  • Lokale Entzündungen
  • Frakturen
  • Verletzungen, Hautpilze, Hauterkrankungen
  • Schmerzhafte Zustände unbekannter Genese
  • Wunden
  • Operationsnarben vor ihrer vollständigen Verheilungen
  • Tumoren, Karzinome

Es ist natürlich immer ratsam, dass Du Dein Tier erst einmal durchchecken lässt, bevor du mit einer medizinischen Massage beginnst. Aber auch Du als Tierbesitzer kannst mit einfachen Handgriffen viel für Dein Tier tun. Die Handgriffe sind einfach zu erlernen, denn es geht nicht nur um die physische Wirkung auf den Körper. Durch eine regelmäßige entspannte Massage kannst du die Bindung zu Deinem Tier optimal aufbauen und unterstützen. Vor allem Tiere, die schnell in Stress gerade oder eine niedrige Reizschwelle haben kannst du damit positiv unterstützen. Du wirst sehen wie positiv Dein Tier darauf reagiert. Probiere es einfach aus!

 

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