Wie ich persönlich finde ein total wichtiges Thema. Auch mit diesem Thema solltest du dich als Tierbesitzer beschäftigen. Denn auch unsere Tiere bekommen viele Umweltgifte und Schadstoffe im Alltag ab. Überleg dir mal wo du mit deinem Hund spazieren gehst? Lebst du auf dem Land ist es vielleicht nicht so extrem. Aber in der Stadt?! Während deines Spaziergangs mit deinem Hund musst du vielleicht über eine stark befahrene Straße gehen oder an viele Fußgängerampeln warten. Trinkt dein Hund aus Pfützen? Wo steht dein Pferd? Kommen dort viele Autos vorbei? Wo wurde das Heu deines Pferdes geerntet? Wie wird es gelagert? Wie ist der Boden der Koppel? Ist deine Katze ein Freigänger? Das ist erst einmal total super. Aber wo trinkt sie im Freien?

Das sind wichtige Fragen womit du dich als Tierbesitzer beschäftigen solltest. Als ich noch in Köln lebte war Spazieren gehen mit unserer Hündin für mich eine tägliche Herausforderung. Nicht nur, dass wir an einer stark befahren Straße lebten und Flugzeuge über uns flogen. Nein, selbst wenn wir aufs Feld oder in den Wald gefahren sind hatten wir heftig frequentierten Flugverkehr über uns.

Aber denke nicht nur an dein Tier. Auch du bist diesen Belastungen ausgesetzt und solltest auch an deine Gesundheit denke. Deshalb ist dieser Artikel nicht nur auf das Wohl der Tiere, sondern auch auf dein Wohl ausgerichtet.

Freie Radikale

Feinstaub und Belastungen aus der Nahrung und Umwelt können viele Erkrankungen verursachen oder fördern. In hohen Konzentrationen können vor allem Schwermetalle auch das Verhalten deines Tieres beeinflussen. Die Belastungen führen dazu, dass freie Radikale im Körper entstehen. Die freien Radikale können zu Erkrankungen führen.

Freie Radikale können durch folgende Ursachen entstehen:

·         Normaler Stoffwechsel

·         Schadstoffe im Haushalt und in der Umwelt z.B. im Trinkwasser (Kupfer, Blei)

·         Rauchen des Tierbesitzers (Kadmium, Nickel)

·         Erhöhte Stresshormone

·         Leistungssport

·         Chronische Erkrankungen

·         Medikamente

·         Immunabwehr

·         UV-Strahlung

·         Nahrung wie Fisch (Quecksilber), Hühnereier, Geflügel oder Süßwasserfische aus Aquakulturen (Quecksilber durch    Fischmehlfütterung), Gemüse durch Düngung mit Gülle (zu viele Schwermetalle in der Gülle)

·         Fleisch über Fütterung von Feldern mit Gülle-Düngung (siehe Gemüse)

Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden mit Schadstoffen und Umweltgiften in Berührung zu kommen. Du sollst und kannst dein Tier nicht in Watte einpacken. Aber gelegentlich darauf achten ist ja schon mal ein Anfang.

Was bewirken Schwermetalle im Körper

Schwermetalle wirken sich auf eine Vielzahl von Funktionen negativ im Körper aus:

·         Blockaden von Enzymen

·         Unterbrechung der Transportvorgänge der Zellmembran

·         Bildung von freien Radikalen

·         Erhöhter Bedarf von Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen

·         Resistenzen von Antibiotika

·         Veränderung der DNA

·         Mitwirken an Autoimmunreaktionen

·         Metallallergie (Mundstücke bei Pferden!)

„Es sind die kleinen regelmäßigen Veränderungen die den Unterschied ausmachen.“

Folgende Anzeichen können auf eine Schwermetallbelastung hinweisen:

•        Müdigkeit, Leistungsschwäche, Zittern

•        Nervosität, Schreckhaftigkeit, Lärmempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit

•        Gedächtnisschwäche, Schwindel

•       Angst und Depression

•       Kopfschmerzen, Headshaking

•       Ödeme im Gesicht, Bindehautentzündung

•       Zahnfleischentzündungen und Zahnlockerung

•       Blasen an Lippen und Mund-/Rachenschleimhäute

•        Muskel- und Gelenkentzündungen, chronische Schmerzen

•       Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen

•       Kalte Extremitäten, Taubheit in den Extremitäten

•        Chronische Ekzeme, Haarausfall

•       Appetitlosigkeit

•       Chronisch entzündeter Darm, Darmbeschwerden

•        geschwächtes Immunsystem, Allergien

•        Asthma

•        Chronische Nierenerkrankungen, schlechte Leberwerte, Blutarmut

•       Fehlgeburt

•       Schlaflosigkeit und Schwitzen in der Nacht

Schwermetalle und ihre Folgen

Es gibt zwei Gruppen von Schwermetallen. Die erste Gruppe hat keine bisher bekannte biologische Aufgabe im Stoffwechsel. Hierzu zählen Aluminium, Blei, Cadmium und Quecksilber.

Die zweite Gruppe besteht aus Metallen, die in geringer Konzentration an lebensnotwendigen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. In höherer Konzentration wirken sie giftig und eine Ausleitung ist notwendig. Hierzu gehören Eisen, Kupfer, Zink, Nickel und Arsen (Halbmetall).

 Blei

Blei wird über viele mögliche Faktoren aufgenommen z.B. über die Atemluft. Unter anderem auch in alten Wasserrohren (alte Stallanlage), Rostschutzmittel, Farben (Boxenwände), Bleistearat (z.B. in Zug- und Heilsalben) und Bleiglasuren von Keramik. Blei lagert sich sowohl in den Weichteilen, als auch in den Knochen ab. Es blockiert die Leitfähigkeit. Du kennst vielleicht den Spruch: „Wie Blei in den Knochen.“? Blei ähnelt Calcium und ersetzt dies mit üblen gesundheitlichen Folgen. Blei kann sich außerdem an Proteine und Enzyme binden und auch die Placentaschranke im Mutterleib überwinden. Es lagert sich auch im zentralen Nervensystem und in den Gelenken ab.

Symptome einer Bleivergiftung sind:

·         Anämie

·         Epilepsie, Hirnhautentzündung

·         Eingeschränkte Nierenfunktion, Nierenentzündung

·         Schwindelgefühle, Schlaflosigkeit

·         Lipidoverlust und Sterilität

·         Periphere Neuropathie, Neuralgie

·         Rheumatoide Arthritis, Gicht

·         Osteoporose, multiple Sklerose

·         Erschöpfung, Muskelschwäche

·         Reizbarkeit, Nervosität, Ängstlichkeit

·         Geschwächte Funktion der Nebennieren

·         Bluthochdruck

 Cadmium

Cadmium ist ähnelt Blei und ist überall zu finden. Cadmium findet man beim Korrosionsschutz und gelangt über auch über das Auspuffrohr in die Luft. Zusätzlich wird es über die Atemluft Zigarettenrauch und kontaminierte Lebensmittel vorkommen. Weitere Quellen für Cadmium sind: Kunststoffe, Nickel-Cadmium-Akkus und gehärtete Fette.

Symptome einer Intoxikation mit Cadmium können sein:

·         Eisenmangelanämie

·         Arthritis, Osteoporose, Osteoarthritis

·         Haarausfall

·         Schäden an Nieren

·         Bluthochdruck (renal), Herz-Kreislauf-Erkrankungen

·         Krebserkrankungen (vor allem Leber, Niere, Prostata und Lunge)

·         Entzündungen

·         Hyperlipidämie

·         Verlust des Geruchssinn

·         Cadmium hat bei weiblichen Tieren eine östrogenartige Wirkung

Kupfer

In geringen Mengen ist Kupfer sogar ein wichtiges Spurenelement und für die Bildung von Hormonen zuständig. Aber wie gesagt. Nur in geringen Mengen!!!!

Kupfer wird häufig durch folgende Quellen aufgenommen: Trinkwasser aus Kupferrohre, Kochgeschirr, Weißwein, Intra-Uterine-Spiralen

Eine lang andauernde oder hohe Kupferzuführ kann zu folgenden Problemen führen:

·         Leber- und Nierenerkrankungen

·         Rheumatische Beschwerden

·         Tumoren

·         Vergiftungserscheinungen

·         Eisenmangelanämie

·         Arthritis

·         neuromuskuläre Probleme

·         Hautausschläge

·         Depression

Quecksilber 

Quecksilber gilt als giftigstes radioaktives Element und hat eine hohe neurotoxische Wirksamkeit. Vor allem, wenn es mit anderen Metallen gemischt geworden ist (z. B. Amalgan). Eine Ausleitung ist bei diesem Schwermetall besonders wichtig. Wird Quecksilber beim Kauen aus einer Amalganfüllung frei wird es 50 mal intensiver aufgenommen als das reine Quecksilber. Es deshalb besonders giftig. Quecksilber hat eine lange Halbwertszeit in den Nerven und im Gehirn und führt zu irreversiblen Schäden an den befallenen Proteinen. Quecksilber kann die Placenta und die Blut-Hirn-Schranke überwinden und sich an der Hypopyhse ablagern.

Mögliche Folgen und Erkrankungen durch Quecksilber können sein:

·         Reizbarkeit, Hyperaktivität

·         Konzentrationsschwäche und Nachlassen des Gedächtnisses

·         Schreckhaftigkeit, depressive Verstimmungen

·         Müdigkeit, Verwirrung

·         Gleichgewichtsstörungen

·         Demenz, Parkinson

·         Autismus (Störung des Verhaltens), Schizophrenie

·         Kopfschmerzen

·         Muskelschwäche, neuromuskuläre Probleme

·         Arthritis, Sklerodermie

·         Herzmuskelschwäche, Bluthochdruck

·         Immunschwäche

·         Hochgradige Dysbiose des Darms

·         Chronische Infekte der oberen Atemwege (Nasenkatarrhe, Probleme der Nasennebenhöhlen)

·         Erkrankungen von Leber

·         Magenbeschwerden, Magengeschwüre

·         Brüchige Krallen, Hufe, Fingernägel

·         Hautausschläge

Zink

Zink ist wie Kupfer ein Spurenelement und in geringen Dosen für viele Enzyme und das Immunsystem wichtig. Zink kann sowohl im Überschuss sowie auch im Mangel zu Störungen führen. Auch bei der Wundheilung ist Zink zur Bildung von Enzymen wichtig. Ein hoher Zinkspiegel im Urin kann ein Hinweis auf eine radikale Belastung oder auf einen pathologischen Vorgang (Entzündungen, Tumor) hinweisen.

Weitere Metalle und ihre Krankheitssyptome:

Aluminium:

Hyperaktivität, Anämie, Alzheimer, Kopfschmerzen, Osteoporose, Muskelschmerzen, Dickdarmentzündung, Nierenentzündung, Nierenfunktionsstörung, Erkrankungen der Leber, Magengeschwür, Magenbeschwerden, Sodbrennen, Verstopfung

Arsen:

Müdigkeit, Verwirrung, Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Kropf, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, Hautausschläge, Brennen an Händen und Füßen

Nickel:

Anorexie, Nierenschwäche, Diabetes, Lungenkrebs, Neurodermitits

Mangan:

Emotionale Instabilität, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeit, Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Dopamin-Mangel, Parkinson, Tremor, Gewalttätigkeit („Mangan-Verrücktheit“).

 Schwermetalle austesten

Ob Schwermetalle in zu hoher Konzentration im Körper vorkommen ist heute keine „Hexenwerk“ mehr. Ich verwende gerne und häufig bei meinen Patienten einen Schwermetalltest. Denn was nutzt all die Therapie, wenn sie aufgrund einer Belastung nicht funktionieren kann. In solchen Fällen heißt es dann erst einmal „den Körper reinigen.“

Wie funktioniert der Test: er ist sehr einfach. Am besten verwendet man Urin zum Austesten. Aber auch Futter- oder Bodenproben von den Weiden lassen sich gut verwenden. Nach der Aufbereitung der Probe kann man innerhalb von 30 Minuten feststellen, ob Schwermetalle in der Probe vorhanden sind oder nicht. Willst Du mehr darüber wissen dann schreib mir gerne eine E-Mail.

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