Folge 08 - Faktoren, die dein Tier aus Sicht der TCM krank machen- vergiss sie nicht

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Shownotes

In dieser Folge erkläre ich dir was krankmachende Faktoren aus Sicht der TCM sind und worauf du unbedingt achten musst.

Lade dir hier das Workbook "In 5 Schritten zum TCM-Syndrom" runter: hier entlang.

Transkript der Folge

Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcastfolge! Heute geht es um die pathogenen Faktoren in der Tier-TCM. Hallo und herzlich willkommen zum Tier-TCM Podcast für deine erfolgreiche Tierheil- und Tierphysiopraxis. Mein Name ist Natalie. Ich unterstütze Tier-Therapeuten und zeige Ihnen wie sie die Hürden der Tier TCM mit viel Freude und Humor überwinden und die TCM erfolgreich in ihren Behandlungen anwenden. Außerdem unterstütze ich Tierbesitzer, damit die Tiere gesund werden und langfristig gesund bleiben. In meinem Podcast bekommst du persönliche Einblicke aus meiner Praxis. Außerdem sofort anwendbares Wissen und Tricks für deine Arbeit als Tier-Therapeut. Lehn dich zurück und lass dich inspirieren. Was sind pathogene Faktoren in der TCM? Pathogene Faktoren in der TCM sind Faktoren, die krank machen oder zu einer Krankheit führen können. Das können einmal die sogenannten klimatischen Faktoren sein, wie Wind, Hitze, Sommer-Hitze, Kälte, Feuchtigkeit und Trockenheit. Es gibt aber auch sieben emotionale Faktoren und epidemische Faktoren. Natürlich gibt es auch Diät-Fehler, die krank machen können und physische Über- oder Unterbelastung sowie die Traumata und Parasiten. All das wird zur pathogenen Faktoren gezählt. Ich möchte heute mit dir über die sechs klimatischen Faktoren sprechen, die über die Haut, die Nase, das Maul, den Mund eindringen können. Diese sechs klimatische Faktoren und pathogene Faktoren treten sehr selten als einzelne pathogene Faktoren auf. Meist treten sie in Kombination auf. Das wäre zum Beispiel eine Wind Hitze und die pathogenen Faktoren schädigen meist die Zang-Organe, also die Speicher Organe. Wir fangen einmal mit dem Wind an. Was bewirkt Wind und was passiert alles? Wenn Wind auftritt, können Symptome wie plötzliche Haut, Juckrei, eine Urtikaria,Nacken-Steifigkeit, Niesen, Schwindelgefühl, Lähmungen, Spasmen, Schmerzen in neuralgischer Form oder auch leichtes Schwitzen auftreten. Der Wind befällt meist die oberen Körperregionen und die äußere Schicht, wie die Haut, die Subcutis oder auch die Muskulatur. Das heißt, auch bei Hauteffloreszenzen, Hautproblemen solltest du den Wind nicht außer Acht lassen. Außerdem befällt der Wind gerne das Organ Lunge. Ganz wichtig ist, dass du dir merkst, wenn Symptome plötzlich auftreten, wenn sie rasch auftreten, wenn sie wechselnd auftreten. Wenn sie von der Intensität und vom Ort sehr wechseln sind, dann hast du es meistens mit Wind zu tun. Wind ist häufig auch kombiniert mit der Kälte also ein Wind-Kälte, mit der Hitze, eine Wind-Hitze oder auch mit der Feuchtigkeit. Wir kommen zum pathogenen Faktor Kälte. Bei der Kälte hast du Symptome wie eine kalte Extremität oder kalte Extremitäten, eine kalte Lumbalregion, ein kaltes Abdomen, eine Kälte-Aversion, eine Polyurie, eine Rhinitis, wässriger Diarrhö zum Beispiel. Sehr harte Verspannungen der Muskulatur. Die Schmerzen sind sehr lokalisiert und in der Tiefe. Die Tiere haben häufig keinen Durst und schwitzen nicht. Ganz typisch auch bei der Kälte ist, dass die Zunge gegebenenfalls einen weißen Belag haben kann. Wie kommt die Kälte in den Körper, wenn das Abwehr-Qi, also das Immunsystem, nicht richtig stabil ist kann Kälte ganz leicht in den Körper eindringen. Aber auch zu viel rohes Futter, zu viel kaltes Wasser kann gerne einmal zu einer Kälte im Körper führen. Merkt dir also bei arthrotischen Patienten, die eine Kälte Aversion haben, hast du häufig eine Kälte im Körper und musst dementsprechend auch die innere Kälte beseitigen. Als nächstes kommen wir zum pathogenen Faktor Hitze, der auch teilweise Feuer genannt wird. Die Symptome der Hitze sind natürlich Fieber, hohes Fieber, eine Hitze-Aversion. Das Gesicht ist gerötet, die Augen sind gerötet, die Maul Schleimhaut ist gerötet. Es können Halsschmerzen auftreten, Zungenulzerationen, Unruhe, Zustände bis zur Manie. Rote heiße Schwellungen. Der Harm kann sehr dunkel sein. Es kann zu gelblichen Körperabsonderungen kommen oder auch mal zu stinkenden, brennenden Stuhl. Ganz typisch z.B. sind Krämpfe, Fieber-Krämpfe, Koma, innere Blutungen. Hier hat man eine richtige Hitze, ein Hitze-Feuer. Die Zunge ist häufig rot und hat einen gelben Belag. Denk auch immer daran, wenn die Hitze länger besteht, kommt es häufig zu einer Trockenheit im Körper, die sich gerne mal im trockenen Stuhl äußert. Hitze kommt meistens auch nicht als alleiniger pathogene Faktor vor. Häufig ist Wind und Hitze kombiniert, was zum Beispiel Halsschmerzen sind. Eine feuchte Hitze kann ein Abszess sein oder stinkender Kot und auch Diätfehler. Das heißt, wenn zum Beispiel zu viel Fleisch gegeben ist, was sehr warm oder sehr heiß ist. Scharfe Gewürze bei dir selbst, das kennst du bestimmt auch. Auch das kann zu einer Hitze im Körper führen. Du siehst also, die Hitze hat viele Gesichter und man muss ein bisschen genauer hinschauen. Als nächstes kommen wir zur Sommerhitze. Was ist denn die Sommerhitze? Worin unterscheidet sie sich zur normalen Hitze? Ja, so eine Sommerhitze ist ganz typisch. Was du dir vorstellen kannst ein Sonnenstich oder ein Sonnenbrand. Das ist eine ganz typische Sommerhitze zum Beispiel. Aber eine Sommerhitze kann auch die ganz typischen Symptome für einen Sommer Grippe aufzeigen. Hohes Fieber, Schwitzen, eine Hitzeaversion, Durst, Unruhe, Reizbarkeit, trockene Schleimhäute, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und eine Oligurie. Die Sommerhitze befällt die Körperoberfläche und die oberen Körperregionen. Sie schädigt das Qi und die Körper Flüssigkeiten. Was du dir gut merken kannst Die Sommerhitze tritt wirklich nur im Sommer auf. Häufig ist sie auch mit Feuchtigkeit kombiniert. Das heißt Fieber, Appetit-Mangel, ein allgemeines Schwäche-Gefühl, Völlegefühl, Übelkeit oder auch ein schmieriger dicker Zungen-Belag sind auch typisch für eine Sommerhitze. Wir kommen zum pathogenen Faktor Trockenheit. Die Trockenheit kannst du dir sicherlich vorstellen, ist ganz typisch. Ja, eine trockene Haut, trockene Schleimhäute, aber auch Nasenbluten, Halskratzen, ein trockener Husten mit oder ohne leichten Auswurf. Eine kühle Trockenheit kann sich an einer Kälteaversion bemerkbar machen, mit weißem trockenen Belag auf der Zunge oder eine warme Trockenheit macht sich gerne auch mal mit Fieber, Schwitzen und einem trockenen gelben Belag auf der Zunge bemerkbar. Bei der Trockenheit solltest du immer daran denken, dass wir auch einen Flüssigkeit Mangel haben. Das heißt auch die Körpersäfte können im Mangel sein. Das Blut, das Xue kann im Mangel sein. Die Trockenheit ist gerne auch mal versteckt und man sieht es ja erst im zweiten Anlauf. Deswegen solltest du neben den typischen pathogenen Faktoren, die man immer im Auge hat, wie Hitze, Kälte, Nässe auch an die Trockenheit denken und sie nicht außer Acht lassen. Wir kommen zu dem pathogenen Faktor Feuchtigkeit oder auch Nässe. Die Nässe macht sich gerne in einer Erschöpfung, in schwere Gefühl von Extremitäten oder des Kopfes, in dumpfe Schmerzen, in den Gelenken oder im Kopf, mit einem Völlegefühl im Abdomen oder im Thorax, mit trüben bis großen Sekret oder Absonderungen, mit einem klebrigen Stuhl, mit nässenden Hautveränderungen, mit Schwellungen oder dicken angelaufenen Beinen bemerkbar. Bei der Feuchtigkeit ist die Zunge häufig sehr schmierig mit einem weißen Belag. Die Feuchtigkeit tritt auch häufig in Kombination auf. Das heißt, wir haben eine feuchte Hitze oder eine feuchte Kälte. Auch Diätfehler können zu einer Feuchtigkeit führen. Das heißt, zu viele Milchprodukte, zu viel Zucker belasten die Milz und es kommt zu einer Feuchtigkeitsbelastung im Körper. Beachte bei der Feuchtigkeit nicht nur die Organe Milz, Gallenblase und Blase, sondern überprüfe auch immer die Ernährung deines Tierpatienten. Das waren die sechs klimatischen pathogenen Faktoren. Wir kommen nun zu den sieben emotionalen pathogenen Faktoren. Die sieben pathogenen Faktoren sind einmal Zorn, Freude, Sorge, Grübeln, Trauer, Angst und Schock, sei es auch Emotionen können die Organe schädigen. Wir fangen einmal mit dem Zorn an. Der Zorn geht sehr auf das Organ Leber, das heißt, es kann zu einer Stauung, zu einer Stagnation oder zu einer Aufsteigen von Qi kommen. Typische Symptome zum Beispiel sind Reizbarkeit, Spannungen im Rippenbogen. Die Tiere lassen sich nicht gerne satteln oder ein Geschirr anziehen. Es kommt zu einem Globus Gefühl im Hals. Mamaknoten können entstehen oder auch ein unregelmäßiger Zyklus. Als nächstes kommen wir zum emotionalen, pathogenen Faktor Freude, Diese macht sich im Herzen bemerkbar. Das heißt, das Herz kann durch diese Emotionen geschädigt werden. Ganz typisch dafür zum Beispiel sind Rhythmen des Herzens, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, eine allgemeine Unruhe oder auch manisches Verhalten. Auch der emotionale pathogene Faktor Sorge beschäftigt uns in der Tier TCM. Sorge beeinflusst die Organe Lunge und Milz. Typische Symptome dafür sind zum Beispiel eine oberflächliche Atmung, ein Appetit-Mangel, Blässe oder ein Spannungsgefühl im Thorax oder Oberbauch. Auch unsere Tiere können sich Sorgen machen. Das sollten wir wirklich nicht vernachlässigen und unter den Tisch kehren. Schaue also immer genau hin. Als nächstes beschäftigen wir uns mit den emotionalen pathogenen Faktor Grübeln. Grübeln geht auf die Milz, auf das Milz-Qi. Typische Symptome hier sind auch wieder ein Appetit-Mangel oder ein Qi-Mangel. Und auch die Trauer oder nagenden Kummer. Diese sollten wir ebenfalls nicht vernachlässigen, denn Trauer schädigt sehr die Lunge und das Herz. Wenn das Herz beunruhigt ist, kommt es zu einer Schwächung des Lungen-Qis. Das kann sich in einer leisen Stimme leisem Bellen äußern, in einer Dyspnoe, in Symptomen eines Blut-Mangels oder im Thorakalen Beklemmungsgefühl. Die Angst ist ein sehr starker pathogene Faktor. Die Angst schädigt die Nieren. Und du erinnerst dich vielleicht noch, dass die Nieren die Batterien des Körpers sind. Es kommt zu einem pathologischen Auf und Absteigen des Qis. Es können Symptome wie häufige Angstzustände auftreten. Die Tiere bellen viel. Die Tiere ziehen sich zurück. Die Tiere schlagen, treten, beißen, mögen keine Artgenossen oder fremde. Menschen sind häufig beunruhigt und zeigen Verhaltensauffälligkeiten. Wenn du so ein Tier bei dir in der Praxis hast oder der Tierbesitzer sagt, sie müssen etwas vorsichtig sein, dann sollten bei dir schon mal die Alarmglocken angehen und du solltest überprüfen, ob du es hier mit einer Schädigung der Niere oder dem pathogenen Faktor Angst zu tun hast. Ebenso ist es bei dem emotionalen pathogenen Faktor Schock. Schock schädigt ebenfalls die Niere und das Herz. Hier kommt es zu einer Störung des Geistes Shen. Das kann sich in Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar machen, in einer Desorientierung, was man eben gar nicht so selten bei Tierschutz Tieren findet. Aber auch in Sprachstörungen kann sich das bei uns Menschen bemerkbar machen. Auch die epidemischen Faktoren sollten wir nicht außer Acht lassen, wenn wir in unserer Praxis Aber was sind alles epidemische Faktoren? Epidemische Faktoren können Infektionskrankheiten sein, Krankheit mit dramatischen Verlauf, mit einem plötzlichen Erkrankung beginnen, ja aus westlicher Sicht sind das Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel eine Maul- und Klauenseuche, Zwinger-Husten, Tollwut, Bornasche Krankheit, Staupe, Panleukämie der Katze und alles, was dementsprechend mit Infektionen zu tun hat. Wenn du beim Zuhören festgestellt hast, dass auch du mehr über die Tier TCM erfahren willst, dann bucht dir gerne ein Kennenlernen Gespräch. In diesem Gespräch finden wir gemeinsam heraus, ob und wie ich dir mein Wissen über die Tier TCM vermitteln kann. Schau in die Shownotes dieser Episode oder direkt auf meine Seite unter www.natalie-klug.com/tiertherapeuten. Ich freue mich, wenn du auch bei der nächsten Folge mit dabei bist. Bis dahin deine Natalie.

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